Seminarkongress Naturheilverfahren und Komplementärmedizin

Ergebnisse des Bonner Kongresses von Januar 2009

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Zusammenfassung



Hintergrund und Ziele
Im Januar 2009 fand in Bonn der „Seminarkongress Naturheilverfahren und Komplementärmedizin statt“. Im Querschnittsbereich zwölf (QB12) stehen die Naturheilverfahren gemeinsam mit physikalischer Medizin und Rehabilitation an allen medizinischen Fakultäten Deutschlands auf dem Lehrplan. Ziel dieses ersten Kongresses sollte sein, zum einen die verschiedenen Angebote an den Fakultäten kennen zu lernen, zum anderen sollte über gemeinsame Strategien und Vorgehensweisen für eine erfolgreiche Lehre beraten werden.

Methode
Arbeitstagung der Dozenten für Naturheilverfahren der medizinischen Fakultäten in Deutschland. Plenumsvorträge zur Rolle von Forschung und Lehre in den Naturheilverfahren und Komplementärmedizin. Daneben Kleingruppenarbeit zur Entwicklung von Vorschlägen und Strategien zu folgenden Themen: Akademischer Lehrplan, Didaktik des Lernens, Modernes Lernen (Zeitgemäßer Unterricht) und Faculty Development (Wege in die Fakultäten). Jeder Arbeitsgruppe waren zwei fachlich kompetente und instruierte Moderatoren zugeordnet. Die Arbeitsergebnisse jeder Gruppe liegen als Protokoll vor. Eine Zusammenfassung und Auswertung der Protokolle wird vorgenommen.

Ergebnisse
Im Plenum wurden die verschiedenen Lehrmodelle präsentiert, die im Rahmen des QB12 an den medizinischen Fakultäten angeboten werden. Die Situation der Lehre in der Schweiz und Amerika wurde vorgestellt und über die Zukunft nach der Umsetzung der Reformen aus dem sogenannten „Bologna-Prozess“ diskutiert. Es folgte eine Übersicht zur Forschungsförderung. Die Arbeitsgruppen kamen zu folgenden Resultaten: Erstellung einer Liste der Therapien, die im QB12 thematisiert werden sollten. Sammlung von Vorgehensweisen wie der Unterricht gestaltet werden könnte: Zum einen sollten hier die verschiedenen Verfahren vorgestellt, die wichtigsten Grundlagen erläutert, sowie Aussagen zur klinischen Evidenz erarbeitet werden. Neben dieser theoretischen Einführung, die vor allem in diesem Pflichtkurs versuchen muss, Interesse und Aufgeschlossenheit bei den Studierenden zu wecken, sollte die Praxis im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es zum einen darum die Medizin für die Teilnehmer erfahrbar zu machen, zum anderen hervorzuheben, dass die Kenntnis über Naturheilverfahren in der späteren Praxis von vielen Patienten gewünscht wird. Ein weitere Arbeitsgruppe sammelte Ideen, welche Maßnahmen erfolg versprechend sind, um Naturheilverfahren und Komplementärmedizin an medizinischen Fakultäten zu implementieren.

Schlussfolgerungen
Auch in Zukunft werden nur bedingt eine einheitliche Vorgehensweise und vor allem ein gemeinsames Curriculum umsetzbar und sinnvoll sein. Zu sehr unterscheiden sich die Möglichkeiten an den einzelnen Fakultäten. Aber gerade diese Unterschiede können eine gute Gelegenheit sein, das eigene Profil der Lehre zu schärfen und somit Kompetenzen zu erlangen und vermitteln. Dabei bleibt das wichtigste Ziel die Ausbildung des ärztlichen und wissenschaftlichen Nachwuchses in den Naturheilverfahren und der Komplementärmedizin.

Den kompletten Tagungsbericht können Sie hier herunterladen .

Weitere Abstracts und Originalvorträge:

Detmar Jobst: Naturheilverfahren, Allgemeinmedizin- und Komplementärmedizin, Forschung und Lehre – geht das zusammen?
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Cornelia von Hagens: Die Arbeit des Forums universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin
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Claudia Witt: Was lehrt die Forschung zu den Naturheilverfahren? Tradition und Evidenz
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Karin Kraft: NHV/QB12 – ein neues Curriculum in fremder Umgebung
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Gudrun Bornhöft: Lehrprojekte – Problemorientiertes Lernen und E-Learning
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Gustav Dobos: NHV/CAM – zum Verhältnis von Forschung und Lehre
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Klaus von Ammon: CAM – Unterricht international – Einflüsse des Bologna-Prozesses
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Corina Güthlin: CAM – Unterricht international – CAM-education-projekt
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Rüdiger Wiebelitz/André-Michael Beer: Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren: ein berechtigtes Trio?
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Wolfgang Weidenhammer: Institutionalisierte Forschungsförderung 1: Blickwinkel der Forscher
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Beate Stock-Schroer: Woher kommt das Geld für die Forschung?
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Bettina Berger: Masterstudiengang für Komplementäre Medizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde des Instituts für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften
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Peter W. Gündling: Master für Naturheilkunde und komplementäre Medizin – Ziele, Struktur und Inhalte eines neuen Studiengangs
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Idee und Durchführung:

Dozenten für Naturheilverfahren des Lehrbereichs Allgemeinmedizin, Universität Bonn

Forum universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin

Medizinische Klinik III Universität Bonn

Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Abt. 4.2, Universitätsfrauenklinik Heidelberg
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