Forum universitärer Arbeitsgruppen für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin
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Leitbild und Statuten


I. Allgemeines
Das Forum universitärer Arbeitsgruppen Naturheilverfahren (NHV) und Komplementärmedizin ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler/innen, die an deutschsprachigen Universitäten auf dem Gebiet NHV und Komplementärmedizin arbeiten (Kurzform: Forum). Es dient dazu die wissenschaftliche Forschung, die akademische Lehre und die klinische Anwendung von naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Diagnose- und Therapieverfahren zu fördern und bekannt zu machen.

Innerhalb des Forums soll der Austausch von Wissenschaftler/innen, die an den Universitäten auf dem Gebiet NHV und Komplementärmedizin tätig sind, ermöglicht und eine kooperierende Netzwerkstruktur aufgebaut und gepflegt werden.

Weiterhin strebt das Forum mit seiner Arbeit an, die Inhalte der NHV und Komplementärmedizin in die moderne Hochschulmedizin zu integrieren und möchte auf der Basis wissenschaftlicher Ergebnisse einen kritischen Dialog mit der konventionellen Medizin anregen.

Das Forum ist für die wissenschaftliche Untersuchung aller NHV und komplementärmedizinischen Verfahren offen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt stellen Diagnose- und Therapieverfahren dar, die von Patienten häufig genutzt und gewünscht werden und/oder für die in bereits durchgeführten wissenschaftlichen Studien Hinweise oder Beweise für die Wirksamkeit bzw. einen Wirkmechanismus vorliegen. Diesen Anforderung entsprechen v.a. Therapieformen aus folgenden Bereichen: Naturheilverfahren (z.B. Ernährungsmedizin, Phytotherapie, Hydrotherapie, Bewegungstherapie, Ordnungstherapie), Physikalische Medizin, Homöopathie, anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin einschließlich Akupunktur, Manuelle Therapie und Neuraltherapie.

Ziel des Forums ist es, naturheilkundliche und komplementärmedizinische Diagnose- und Therapieverfahren in Hinblick auf deren Wirksamkeit, Effektivität, Wirkmechanismus, Kosten-Nutzen-Effizienz und Sicherheit wissenschaftlich zu untersuchen.

Das Forum trifft sich regelmäßig an unterschiedlichen universitären Standorten.

II. Aktivitäten
1. Forschungsförderung und Aufbau von Forschungsstrukturen
- Entwicklung und Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen
- Einsatz für eine Verbesserung der personellen, institutionellen und finanziellen Ressourcen sowie der politischen Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche Arbeit
- Möglichkeiten schaffen für wissenschaftlichen Austausch, Diskussion und gegenseitige Anregung
- Aufbau einer wissenschaftlichen Netzwerkstruktur und Förderung gemeinsamer Projekte
- Kritische Begutachtung und methodische Optimierung von präklinischen, klinischen und epidemiologischen Studien

2. Aus- und Weiterbildung
- Entwicklung und Förderung akademischer Lehre
- Entwicklung von Curricula mit theoretischen und praktischen Angeboten
- Erarbeitung und Austausch von Konzepten zur inhaltlich sachgemäßen Umsetzung der Aus- und Weiterbildung
- Entwicklung und Anwendung von Konzepten zur Qualitätssicherung im Bereich der studentischen Ausbildung

3. Patientenversorgung
- Entwicklung und Förderung einer qualifizierten Patientenversorgung an den Universitätskliniken und den angeschlossenen Versorgungsstrukturen
- Verbesserung der ambulanten und stationären Patientenversorgung im Sinne einer integrierten Versorgung
- Entwicklung und Anwendung von Konzepten zur Qualitätssicherung im Bereich der Patientenversorgung
- Unterstützung von Patienteninteressen in Bezug auf NHV

III. Struktur
1. Ziele des Forums
Die im Forum zusammengeschlossenen Gruppen versuchen durch ihre gemeinsame Arbeit, sich gegenseitig zu informieren, durch Austausch und Diskussion zu befruchten und gemeinsame Ziele durch eine Vertretung gegenüber Dritten zu verfolgen. Zu Letzterem gehören insbesondere Positionen gegenüber Regierungseinrichtungen, der Forschungsförderung, z.B. in Form von Stiftungen, der Industrie sowie der Öffentlichkeit insgesamt.

2. Struktur des Forums
Das Forum ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Mitglieder (siehe Punkt 3). Es trägt den Charakter einer Arbeitsgemeinschaft, die über keine explizite Rechtsform verfügt. Wichtigste Arbeitsorgane sind das Plenum, die Lenkungsgruppe (s.u.) und die ständigen Arbeitsgruppen.

3. Mitgliedschaft
Mitglied im Forum können grundsätzlich die Mitarbeiter einer Gruppe an einer deutschsprachigen Universität sein, die sich in Lehre und/oder Forschung und/oder Krankenversorgung mit Themen aus der Naturheilkunde und der Komplementärmedizin beschäftigt, solange sie aus Erst- oder Drittmitteln finanziert sind. Weitere Mitglieder können auf Antrag durch Beschluss der Lenkungsgruppe mit einfacher Mehrheit aufgenommen werden.

4. Plenum
Das Plenum ist die Versammlung der Mitlieder und tagt ein- bis zweimal pro Jahr an wechselnden universitären Standorten. Für Einladung und Durchführung des Plenums ist die jeweilige lokale Gruppe verantwortlich, unterstützt durch die Lenkungsgruppe. Auf dem Plenum werden alle wichtigen Aktivitäten diskutiert und gegebenenfalls beschlossen. Hierzu werden alle Mitglieder (s.u.) rechtzeitig, d.h. mindestens 8 Wochen zuvor schriftlich eingeladen. Gäste können nach Rücksprache mit dem jeweiligen Veranstalter eingeladen werden.

5. Lenkungsgruppe
Die Lenkungsgruppe besteht in der Regel aus 4 Mitgliedern des Forums, die vom Plenum mit jeweils einfacher Mehrheit gewählt werden. Es sollten max. 2 Mitglieder der Lenkungsgruppe aus derselben universitären Arbeitsgruppe kommen. Die Lenkungsgruppe wird für 2 Jahre gewählt. Wiederwahl einzelner Lenkungsgruppenmitglieder ist möglich. Die Lenkungsgruppe bestimmt ihre Arbeitsweise selber.

6. Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppen werden auf Vorschlag im Plenum gebildet. Die Arbeitsgruppen bestimmen ihre Arbeitsweise selber. Sie erhalten regelmäßig Raum im Plenum zur Präsentierung ihrer Ergebnisse.

7. Rechenschaftspflicht
Die Lenkungsgruppe ist dem Plenum jederzeit über seine Arbeit und die Verwendung der Mittel rechenschaftspflichtig.

8. Abwahl
Einzelne Mitglieder der Lenkungsgruppe können auf begründeten Vorschlag durch das Plenum auch vor Ende des Turnus abgewählt werden. Hierzu ist eine 2/3 Mehrheit der Anwesenden erforderlich.

9. Stimmberechtigung
Bei allen Abstimmungen im Plenum zählen die Stimmen der jeweils anwesenden Mitglieder als Einzelperson, nicht als Arbeitsgruppen.




Einstimmig angenommen auf dem Forumstreffen in München, 06.11.2003
In Details revidiert durch Vorschläge von Forumsmitgliedern bis 15.01.2004
In Details revidiert durch Vorschläge von Forumsmitgliedern am 17.01.2009